Irgendwann ist es mit den Informationen auch mal gut

Viele stecken regelrecht im Informationswahn. Dahinter steht der Glaube, du müsstest noch irgendetwas lernen, bevor es endlich losgehen kann. Dabei heißt Lernen eigentlich: Ich öffne mich für neue Informationen - für das, was mir wirklich fremd ist. Nicht für noch mehr vom Gleichen.

Manche nutzen das Lernen sogar als Flucht vor dem, was eigentlich ansteht. Dann lernen sie gar nicht wirklich, denn echtes Lernen heißt: Du kannst danach etwas und setzt es auch um. Wenn du nochmal genau verstehen willst, was Lernen wirklich bedeutet, lies Lernen: Schlüssel zum Fortschritt.

Wenn du schon lange liest, hörst und Kurse machst und es tut sich nichts, dann ist eines von zwei Dingen dran.

Klären. Viele ziehen sich Informationen rein und denken: Ich muss doch nur wissen, wohin ich will. Dabei merken sie gar nicht, dass sie festgebunden sind. Wenn du nicht frei bist, lautet die Frage nicht „wohin?“, sondern: Was hält mich fest? Warum komme ich keinen Schritt voran? Die Antwort liegt nicht weit weg, sie liegt in der Tiefe.

Tun. Du weißt eigentlich genug. Es ist dran, es zu tun.

Die Seele will, der Geist versteht - aber erst wenn der Körper handelt, wird es wirklich. Wenn es nicht in die Tat umgesetzt wird, bringt es nichts. Eine Künstlerin hat es mir aus eigener Erfahrung so gesagt: „Ich muss etwas wagen und ein Angebot, von dem ich noch nicht weiß, wo es hinführt, auch mal annehmen. Nur verharren und sich das wünschen und ausdenken - das funktioniert nicht.“

„Ich gebe mir doch so viel Mühe.“

Du strengst dich an. Du hast dir vorgenommen, dass es diesmal anders wird. Und dann rutschst du wieder in dieselbe Streiterei, dieselbe Erschöpfung, dasselbe alte Gefühl. Als würde dich etwas festhalten, das du nicht sehen kannst. Irgendwann fängst du an zu glauben, dass es an dir liegt. Dass du einfach zu schwach bist, zu wenig diszipliniert, nicht gut genug.

Das Bild dazu: Ein Pferd vor dem Saloon. Du kannst ihm noch so genau sagen, wohin du reiten willst, du kannst es antreiben, so viel du willst. Solange es angebunden ist, trägt es dich nirgendwohin. Das Pferd ist deine Kraft. Und der Knoten ist meistens einer, von dem du nichts weißt: aus deiner Kindheit, aus früheren Leben, manchmal auch von außen auf dich gelegt.

Hier hilft keine weitere Anstrengung. Hier geht es um KLÄREN, also um die Frage: Was hält mich fest? Die Antwort liegt nicht in der Weite, sie liegt in der Tiefe.

„Ich bin frei, aber wohin jetzt?“

Das Schwerste hast du hinter dir. Die alten Geschichten sind angeschaut, vieles ist gelöst, du fühlst dich leichter als seit Jahren. Und jetzt stehst du da, mit Kraft, aber ohne Richtung. Du fängst dies an und das. Nichts davon fühlt sich falsch an, aber auch nichts wirklich richtig. Und manchmal merkst du, dass du immer weiter aufräumst, nur um nicht entscheiden zu müssen.

Das Bild dazu: Wer frei ist und in Bewegung, braucht Kompass und Landkarte: Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was macht JETZT Sinn? Du kannst nicht wählen, was du nicht kennst.

Hier geht es um AUSRICHTEN.

Beiträge für Eltern, die schon alles probiert haben

Wenn du es nicht selbst herausfindest

Dann melde dich bei mir. In einem Gespräch findet sich meist schnell, was wirklich dein Engpass ist, und du bekommst einen Weg vor Augen, den du drei Minuten vorher noch gar nicht auf dem Schirm hattest.